Geldleistungen


Die Leistung der Grundsicherung für Arbeitsuchende ist abhängig vom individuellen Bedarf. Der Bedarf setzt sich aus der Regelleistung sowie den anteiligen, angemessenen Kosten für Unterkunft und Heizung und evtl. Mehrbedarfen zusammen. Notwendig ist, dass Sie erwerbsfähig und hilfebedürftig sind, dabei ist maßgebend, ob Sie alleine leben oder mit anderen Familienmitgliedern eine Bedarfsgemeinschaft bilden. Bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes II wird Ihr Einkommen und Vermögen und das aller Mitglieder Ihrer Bedarfsgemeinschaft berücksichtigt (Freibetragsrechner Arbeitslosengeld II). Wir beraten Sie gern persönlich in einer unserer Beratungsstellen und erheben zusammen mit Ihnen eine individuelle Bedarfsberechnung, damit sie einschätzen können ob ein Anspruch grundsätzlich bestehen könnte. Bitte vergessen Sie hierbei nicht alle Ausweise und/oder Geburtsurkunden (bei Kindern ohne Ausweis) aller Personen im Haushalt mitzubringen. Ohne diese Unterlagen kann ein Antrag nicht ausgehändigt werden.

 

Höhe der Regelbedarfe (ab 01.01.2020)

 

432 Euro - Alleinstehende, Alleinerziehende, Volljährige mit minderjährigem Partner
389 Euro - volljährige Partner
345 Euro - Volljährige Personen unter 25 Jahren, die ohne Zusicherung des Trägers umziehen
328 Euro - Kinder bzw. Jugendliche (14 bis 17 Jahre) und minderjährige Partner
308 Euro - Kinder ab Beginn des 7. Lebensjahres bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres (6 bis 13 Jahre)
250 Euro für Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres (0 bis 5 Jahre)

 

 

Mehrbedarfe (zusätzlich zum Regelbedarf)

  • ab der 13. Schwangerschaftswoche bis zur Entbindung
  • als Alleinerziehender von einem Kind unter 7 Jahren oder von zwei bis drei Kindern unter 16 Jahren
  • als Leistungsberechtigter, der aus medizinischen Gründen einer kostenaufwändigeren Ernährung bedarf
  • als Schwerbehinderter, der bestimmte Leistungen nach dem SGB IX bzw. SGB XII erhält

Die Summe aller Mehrbedarfe darf aber insgesamt nicht höher sein als der entsprechende Regelsatz für Alleinstehende.

 

 

Unterkunft und Heizung

 

Die Kosten der Unterkunft und Heizung werden, soweit sie angemessen sind, in der Höhe der tatsächlichen Aufwendungen übernommen (§ 22 Abs.1 S. 1 SGB II). Dabei orientiert sich die angemessene Bruttokaltmiete (Grundmiete + angemessene kalte Nebenkosten) ab dem 01.12.2019 an den Werten des Schlüssigen Konzepts zur Beurteilung der angemessenen Kosten der Unterkunft im Landkreis Schwäbisch Hall.

Zusätzlich zur Bruttokaltmiete (Grundmiete + angemessene kalte Nebenkosten) werden Leistungen für Heizung in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen erbracht, soweit diese angemessen sind. Die Bemessung der Angemessenheit muss im jeweiligen Einzelfall erfolgen und lässt sich nicht pauschalieren.

 

Übersicht

Angemessenheitswerte (Bruttokaltmieten) im SGB II und SGB XII ab 01.12.2019 im

Landkreis Schwäbisch Hall: 

Größe der Bedarfsgemeinschaft 1 Person 2 Personen 3 Personen 4 Personen jede weitere Person
Wohnungsgröße Bis 45 m² 60 m² 75 m² 90 m² 15 m²
Region A:
Schrozberg, Blaufelden, Langenburg, Gerabronn, Rot am See, Kirchberg, Wallhausen, Satteldorf, Kreßberg, Fichtenau, Stimpfach, Frankenhardt, Ilshofen, Wolpertshausen, Untermünkheim, Braunsbach
370,13 € 477,71 € 592,68 € 693,67 € 113,14 €
Region B:
Michelfeld, Mainhardt, Rosengarten, Michelbach, Oberrot, Fichtenberg, Sulzbach-Laufen, Bühlerzell, Bühlertann, Obersontheim, Vellberg
382,40 € 499,32 € 624,05 € 719,74 € 113,41 €
Region C:
Schwäbisch Hall
436,15 € 540,83 € 630,55 € 724,95 € 119,52 €

Region D:

Gaildorf

437,05 € 551,63 € 661,87 € 687,85 € 121,78 €
Region E:
Crailsheim
438,16 € 512,02 € 702,88 € 715,00 € 139,77 €


Weitere Information zu den geltenden Angemessenheitswerten finden Sie auf der Homepage des Landkreises unter;

 

 
Mietwerte Landkreis Schwäbisch Hall (ab 01.12.2019)

Sollten Sie in einem eigenen Haus oder einer Eigentumswohnung leben können hier nur etwaige entstehende Zinsen berücksichtigt werden, allerdings nicht die Tilgungsraten.

Personen, welche noch unter 25 Jahren alt sind erhalten nur dann Kosten der Unterkunft, wenn einem Umzug im Voraus zugestimmt wurde. Eine solche Umzugsgenehmigung können Sie bei ihrem Ansprechpartner erfragen, es gilt eine Genehmigung muss erteilt werden, wenn

  • schwerwiegende soziale Gründe vorliegen, welche einem Zusammenleben mit den Eltern(-teilen) entgegenstehen
  • der Umzug einer Eingliederung in Arbeit dient (Arbeitsaufnahme/Ausbildung)
  • ein anderer schwerwiegender Grund vorliegt.

Weiterhin sind folgende Leistungen und Unterstützungen im Bezug auf Kosten der Unterkunft möglich. Diese können als Geld- oder Sachleistung erbracht werden, sowie auf ein Darlehen beschränkt werden. Es muss hier allerdings ein grundsätzlicher Anspruch nach dem SGB II vorliegen :

  • Erstausstattung der Wohnung inkl. Haushaltsgeräten
  • Erstausstattung für Bekleidung (bei Geburt und/oder Schwangerschaft)

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